Montag, 26. November 2007

Verliebt in Goldfische

Ich höre gern Musik. Ich singe laut im Auto oder unter der Dusche. Oft vergesse ich den Text und noch viel öfter den Interpreten. Ich verstehe nicht viel von Musik – ich mag sie oder eben nicht. Ich mag Seeed, die Chili Peppers, aber auch Udo Jürgens. In meine kleine musikalische Diskographie reihen sich jetzt noch Goldfische ein.

Sonntagabend in Camps Bay. Wir sind im „Ignite“ – ein schicker Club an der Strandpromenade. Auf der Terrasse beobachte ich die Sonne, die glutrot in das Meer eintaucht und sehe, wie der Wind über den Strand fegt. Die Dämmerung bricht an und der Laden füllt sich langsam - Café del Mar Atmosphäre auf afrikanisch. Man lümmelt auf schicken Hockern, schlürft Cuba Libre und schaut sehnsüchtig aufs Meer. Fehlt eigentlich nur noch diese chillige Musik, die doch dazu gehört. Und dafür sorgt Goldfish – die angesagteste Band hier am Kap – sie sind sollen DIE Newcomer in der Elektromusik sein. Schauen wir mal!

Kapstadts Goldfische

„Goldfish“ ist eine feste Größe in Kapstadt, eine Institution sozusagen. So wie Seeed und Berlin oder Fettes Brot und Hamburg einfach zusammengehören.
Diese Kapstädter Zierfische heißen David Poole und Dominic Peters und sind beide studierte Jazz-Musiker. Und sie sind wirklich einzigartig, eigentlich so gar keine Goldfische. Beide Musiker vermischen klassische Instrumental- und elektronische Musik zu einem ganz eigenen Afro-Jazz-House. Ihre chillige House-Musik unterlegen sie mit Saxophon, Querflöte, Kontrabass und Keyboard und zwar live. Ich muss sagen, ein bisschen verliebt bin ich ja jetzt in diese Goldfische, obwohl ich Fische nicht mag nur als Sushi.
Aber hört selbst: http://www.myspace.com/goldfishlive

Fort Knox video clip

Meine Diskograpie wird immer größer. Auch „Plush“ gehört jetzt zum meinem Repertoire. Drei Jungs – zwei davon sind verdammt süß, aber das ist nur Nebensache.
Da ist der Frontmann Rory Eliot aus KwaZulu Natal, der vor 10 Jahren eine Gitarre in die Hand nahm und sie seitdem nicht mehr los ließ. Jetzt nach mehr als 1000 Auftritten und drei Alben ist Rory Eliot ein musikalischer Genuss – ein Juwel der Rock-Pop-Szene hier in Südafrika.


Lecker: Rory Eliot
Seine ersten Erfolge feiert Rory Eliot mit seiner Band "Plush". Beschrieben wurde Plush damals als „so unbelievably tight that they sound as though they are one masterful musician, playing two guitars, with four arms and one almighty voice”.
Rory Eliot und seinem Bandmitglied Chas Smit steht die Welt offen, sie werden geferit und gelobt. Doch der Beginn der Karierre endet schnell und tragisch. Der begabte Gitarrist Smit kommt nach einem Auftitt ums Leben. Ein betrunkener Autofahrer überfährt den 23jährigen an einer Kreuzung. Damit verabschiedet sich auch Rory Eliot aus dem Musikgeschäft.

Im Oktober 2006 meldet sich Rory Eliot unerwartet zurück. Ganz einfach unter seinem Namen. Er holt Drummer Ben Peters und Bassist Emelio Gassibe mit ins Boot. Und ihre Musik berührt. Sie haben Leidenschaft auf der Bühne, sie leben für die Musik und das macht Rory Eliot and the Reason einzigartig.
Aber hört selbst: http://www.myspace.com/roryeliot

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